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Lagerfeuer machen

Lernen Sie jetzt, wie Sie ein perfektes Lagerfeuer machen! Worauf sollten Sie achten - was ist beim Aufbau wichtig? Erfahren Sie in unserem Guide, wie auch Sie sich bald an prasselnden Flammen wärmen können.
Details

Lagerfeuer machen – Tipps & Tricks

Lernen Sie jetzt, wie Sie ein prasselndes Feuer entfachen

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Index

  1. Wie mache ich ein Lagerfeuer?
  2. Welches Zubehör benötige ich für ein Lagerfeuer?
  3. Wo darf ich Lagerfeuer machen?
  4. Welches Holz eignet sich für ein Lagerfeuer

Wie mache ich ein Lagerfeuer?

1. Feuerstelle vorbereiten

Ein Lagerfeuer muss immer gesichert werden. Nur wenn Sie eine gute Feuerstelle nutzen, vermeiden Sie ein unkontrolliertes Ausbreiten der Flammen. Der beste Platz für ein Lagerfeuer hat einen sandigen Untergrund, ausreichend Abstand zu Bäumen, Zelten sowie Häusern und liegt nicht über Wurzeln.

  • Große Steine umranden die Feuerstelle. Keine Steine aus Seen oder Flüssen verwenden! In diesen ist sehr viel Wasser gespeichert, welches beim Erhitzen verdampft und den Stein zum Platzen bringt
  • Der Untergrund sollte sandig sein. Rasen können Sie mit einem Spaten in quadratischen Blöcken ausstechen und damit die Feuerstelle am nächsten Tag verschließen.
  • Über dem Lagefeuer dürfen keine trockenen Bäume stehen. Achten Sie auf auf umliegende Dächer (z. B. leicht entzündliche Reetdächer).
  • Nur im Ausnahmefall sollte die Feuerstelle tiefer als 20 cm in die Erde gegraben werden, da ansonsten Wurzeln entzündet werden können.
  • Neben der Feuerstelle steht ein Behälter mit Wasser oder Sand, um das Lagerfeuer im Notfall schnell löschen zu können.

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2. Trockenes Holz suchen & finden

Ein prasselndes Lagerfeuer brenntEs schüttet seit Tagen, alles ist klatschnass und kein Quadratmeter Wald ist mehr trocken – und trotzdem kann man noch trockenes Holz zum Entfachen eines Lagerfeuers finden! Suchen Sie nach feinen Ästen, die aus den Baumkronen gefallen sind und jetzt in den unteren Lagen bzw. in Büschen liegen. Wichtig: Die Äste dürfen nicht auf dem Boden liegen. Hängen Sie in der Luft, perlt Regen einfach von ihnen ab. Die Rinde ist zwar nass, das Innere jedoch noch trocken. Brechen Sie das Holz einfach in der Mitte durch. Knackt es, ist das Holz trocken und kann zum Entflammen eines Lagerfeuers genutzt werden.

Verwenden Sie kein frisches oder morsches Holz. Es gibt zwar Holzsorten, die auch frisch gut brennen (z. B. Birke), aber meistens müssen Sie mit dem leben, was Ihnen der Wald gibt. Morsches Holz hingegen brennt zwar, hat aber nur noch einen geringen Brennwert – Freude hat man daran auf Dauer nicht.

Wenn Sie die Wahl haben, entscheiden Sie sich für Laubhölzer. Holz von Nadelbäumen hat nur einen geringen Brennwert, bildet kaum Glut und neigt dazu, viele Funken zu verspritzen.

3. Den richtigen Zunder nutzen

Wenn Sie keinen guten Zunder verwenden, werden Sie nie ein knisterndes Lagerfeuer entfachen. Nutzen Sie Zunder, der heiß und intensiv brennt. Sehr gut eignet sich auf Grund der ätherischen Öle das oberste Häutchen der Birkenrinde. Dieses brennt sogar im nassen Zustand. Reißen Sie die Rinde aber nicht von lebenden Bäumen ab! Es wird nur das oberste Häutchen genutzt, das fast schon durchsichtig ist. Junge Birken schälen dieses von alleine ab. Auch im Totholz werden Sie schnell fündig!

Für ein gutes Lagerfeuer müssen Sie vor allem eines mitbringen: Geduld! Arbeiten Sie damit, was Ihnen die Natur gibt – nicht dagegen.

Natürlich können Sie auch Grillanzünder nutzen. Flüssiger Anzünder verfliegt aber zu schnell – fester Anzünder erlischt rasch wieder. Besser sind Anzünder aus gewachstem Holz. Diese brennen lange und intensiv, beinhalten keine schädlichen Chemikalien und können gut transportiert werden. Verwenden Sie niemals Spiritus oder andere flüchtige Brennstoffe!

4. Kleines Holz = gutes Holz

Je kleiner das Holz ist, desto heißer brennt es. Zum Kochen kann Feuerholz also eigentlich gar nicht klein genug sein. Gerade wenn es regnet, bedeutet es viel Arbeit, ein Lagerfeuer am Laufen zu halten – man möchte also schnell fertig sein. Kleines Holz brennt nicht nur heißer als dicke Stämme, es ist durch die prasselnde Glut auch weniger empfindlich gegenüber Regen. Mit den folgenden Stufen starten Sie Ihr Lagerfeuer am besten:

  1. Zunder – ca. eine Handvoll sollte genügen.
  2. 1-2 mm dickes Holz. Hierfür eignen sich besonders gut die unteren Äste von Nadelbäumen.
  3. 2-5 mm dicke Stöcke. Auch diese können Sie oft an Nadelbäumen finden. In Laubwäldern nutzen Sie die äußeren Aststücke von abgebrochenen Ästen, die über dem Boden liegen.
  4. Holz mit der Dicke eines kleinen Fingers.
  5. Holz mit der Dicke eines Daumens. Mit diesem können Sie optimal kochen.
  6. Dickere Äste oder Scheite für ein Lagerfeuer, auf dem nicht gekocht werden soll.

Schichten Sie das Holz, das Sie demnächst benötigen, schon einmal um die Feuerstelle herum. So kann es trocknen, falls es feucht ist und brennt direkt mit voller Intensität!

5. Vorbereitung!

Um bei Wind ein Lagerfeuer im Regen zu entfachen, sollten Sie die benötigte Geduld mitbringen. Je penibler Sie das Feuer vorbereiten, desto größer sind die Erfolgschancen. Starten Sie Ihr Feuer mit viel Zunder und schichten Sie dann nach und nach immer größer werdende Holzschichten auf. Die erste Schicht ist kaum dicker als ein Zahnstocher, gefolgt von bleistiftdickem Holz. Als nächste Schicht darf das Holz ruhig schon so dick sein wie ein Finger. Vorsicht: Bevor Sie den Zunder entfachen, sollte das Holz schon bereitliegen. Sonst kann es vorkommen, dass Ihnen im Eifer des Gefechts das Holz ausgeht und Ihr Feuer erlischt.

6. Schützen Sie die ersten Flammen

Wenn ein Feuer erst einmal brennt und ein dicker Topf die Flammen vor Regen und Wind schützt, müssen Sie sich keine Sorgen mehr zu machen, dass das Lagerfeuer erlischt. Damit das Feuer aber erst einmal groß werden kann, sollten Sie es in der Startphase schützen. Spannen Sie eine Plane über die Feuerstelle oder halten Sie eine Jacke darüber – fertig. Achten Sie aber darauf, dass der Funkenflug keine Ausrüstung beschädigt. Zünden Sie das Lagerfeuer immer unten an, damit sich die Flammen hocharbeiten können. Sobald das Feuer ein wenig größer ist, können Sie den Schutz entfernen.

Wenn es trocken ist, müssen Sie das Lagerfeuer nicht von oben schützen. Achten Sie aber trotzdem darauf, dass der Wind günstig steht. Entzünden Sie ein Feuer immer auf der Luv-Seite (also die dem Wind zugewandte Seite). Die ersten Flammen werden so direkt in das Feuernest gedrückt. Entfachen Sie das Lagerfeuer auf der Lee-Seite, kann es passieren, dass der Wind die Hitze aus dem Feuernest herausdrückt. In diesem Fall erlischt das Lagerfeuer häufig sehr schnell wieder.

7. Achten Sie auf Ihr Feuerzeug und Ihre Streichhölzer

Diese Tipps nutzen Ihnen nur etwas, wenn Sie noch ein trockenes Feuerzeug oder trockene Streichhölzer in der Tasche haben. Feuerzeuge sind in jedem Fall besser. Diese können komplett nass werden und funktionieren trotzdem noch – bei Streichhölzern sieht das schon anders aus. Es gibt zwar auch wasserfeste Streichhölzer, die auch im nassen Zustand funktionieren. Das Problem ist nur, dass Sie auch eine trockene Reibefläche benötigen …

Verteilen Sie Feuerzeuge in Ihrem Gepäck: Eines in der Hosentasche, eines im Rucksack und ein weiteres findet vielleicht sogar noch im Schlafsack platz. So können Sie gewährleisten, dass sich immer irgendwo ein trockenes Feuerzeug findet. Natürlich kann man ein Lagerfeuer auch mit einem Feuerstahl entfachen – wenn es aber schon regnet und windig ist, kann das Entfachen schon schwer genug sein, auch ohne Feuerstahl. Für trockene Tage mit wenig Wind empfehlen wir Ihnen aber auf jeden Fall, einmal einen Feuerstahl zu nutzen. Es ist einfach ein herrliches Gefühl, ein prasselndes Lagerfeuer mit nichts als ein paar Funken zu entfachen!

8. Holz nachlegen

Viele Lagerfeuer sind erloschen, weil vergessen wurde, Holz nachzulegen. Wenn Sie Holz nachlegen, achten Sie darauf, es an der Windseite des Lagerfeuers nachzulegen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Ihr Lagerfeuer über die Dauer des Abends anfängt, zu wandern. Der Wind drückt die Hitze immer weiter vom ursprünglichen Zentrum weg.

Achten Sie darauf, dass das Lagerfeuer immer genug Luft bekommt. Wenn Sie die Feuerstelle mit Holz verstopfen, kommt kaum noch Sauerstoff an die Flammen. Das Ergebnis: Das Feuer glimmt vor sich hin und heiße, prasselnde Flammen bleiben aus. Weniger ist mehr!

9. Üben, üben, üben

Und wie so häufig im Leben benötigen Sie ein gewisses Maß an Übung. Ein Lagerfeuer im Regen entfacht sich nicht von allein. Haben Sie Geduld und beachten Sie unsere Tipps. Dann prasselt bald auch bei Ihnen ein Lagerfeuer im Regen!

10. Lagerfeuer löschen

Lassen Sie Ihr Lagerfeuer niemals unbeobachtet! Die letzte Person am Feuer hat die Aufgabe, das Feuer zu löschen. Am einfachsten geht dies, indem Sie einfach viel Wasser aufs Feuer kippen. Ist es noch sehr heiß, wird dadurch jedoch viel Asche aufgewirbelt, weshalb man das Lagerfeuer auch gut mit Sand löschen kann.

Auch wenn das Lagerfeuer nur noch ein wenig glimmt, sollten Sie es löschen. Wer weiß, ob nachts der Wind auffrischt, das Feuer wieder entfacht und Funken unbeaufsichtigt durch die Gegend fliegen? Selbst heiße Asche reicht schon, um Laub zu entzünden und Löcher in Zelte zu brennen. Daher wiederholen wir uns hier gerne noch einmal: Lassen Sie ein Lagerfeuer niemals unbeaufsichtigt – niemals.

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Wo darf man Lagerfeuer machen?

Lagerfeuer im Wald

In Deutschland ist offenes Feuer im Wald verboten. Es gibt Ausnahmen, aber gehen Sie erst einmal davon aus, im Wald kein Lagerfeuer entzünden zu dürfen. Alle weiteren Regelungen können Sie den Landeswald- und Landesnaturschutzgesetzen der einzelnen Bundesländer entnehmen. Der deutsch Bußgeldkatalog sieht Strafen von bis zu 5.000,- € vor, wenn Sie gegen diese Gesetze verstoßen.

Der Grund für das Verbot liegt auf der Hand: Ein offenes Feuer im Wald ist die Hauptursache für Waldbrände. Neben der immensen Zerstörung für Pflanzen und Tiere ist es häufig auch ein wirtschaftlich großer Schaden, wenn im Wald ein Feuer ausbricht – von der Gefahr für andere Menschen ganz zu schweigen.

Teilweise bestehen aber auch hier regionale Besonderheiten. So gibt es zum Beispiel immer mehr offizielle Zeltplätze in den deutschen Wäldern. Hier finden sich auch immer öfter vorbereitete Feuerstellen für Camper und Outdoor-Sportler.

Sollten Sie ins Ausland reisen, informieren Sie sich vor Reiseantritt, wann und wo Sie ein Lagerfeuer entfachen dürfen. Während es im feuchten Nordeuropa nur wenige Regulierungen gibt, sind die trockenen Wälder Südeuropas besonders empfindlich gegenüber Funkenflug.

Lagerfeuer auf Wiesen

Auch auf Wiesen gilt, dass es grundsätzlich verboten ist, ein Lagerfeuer zu entzünden. Im Gegensatz zum Wald kann sich das Feuer zwar nur schwer unkontrolliert ausbreiten – zumindest in Deutschland sind jedoch fast alle Wiesen in Privatbesitz.

Wenn Sie auf einer Wiese ein Lagerfeuer entzünden möchten, informieren Sie sich beim Eigentümer darüber, ob es erlaub ist oder nicht.

Lagerfeuer im eigenen Garten

Pauschal lässt sich nicht beantworten, ob ein Lagerfeuer im eigenen Garten erlaubt ist. Fragen Sie am besten bei Ihrer Gemeinde nach! Zusätzlich wird empfohlen, sich mit den Nachbarn abzustimmen.

Wenn es gestattet ist, ein Lagerfeuer im Garten zu machen, nutzen Sie eine Feuerschale, um den Rasen nicht zu beschädigen. Außerdem sollten Sie nur Holz verwenden, welches einen geringen Funkenflug hat (Buche, Esche, Ahorn).

Welches Holz eignet sich für ein Lagerfeuer?

Holzsorte Brennwert Glutbildung Weitere Eigenschaften
Buche Hoch Sehr gut Kaum Funkenflug und feines Raucharoma. Schwer zu entfachen, brennt aber sehr lange.
Esche Hoch Sehr gut Wenig Funkenflug und feines Raucharoma. Leicht zu entfachen, brennt aber sehr lange.
Birke Mittel bis Hoch Wenig Auch nasses oder frisches Birkenholz brennt gut. Geringer Funkenflug. Ätherische Öle verströmen einen angenehmen Geruch.
Eiche Hoch Sehr gut Gutes Feuerholz, leider mit starkem Funkenflug. Daher ist es für Lagerfeuer nur bedingt geeignet.
Kiefer Gering Wenig Sehr starker Funkenflug und viel Ruß. Holz verbrennt sehr schnell.
Obstbäume Mittel bis Hoch Gut Aromen des Holzes eignen sich sehr gut zum Zubereiten von Speisen und zum Räuchern.
Ahorn Mittel bis Hoch Sehr gut Schönes Flammenbild und geringer Funkenflug.
Fichte Gering Wenig Sehr starker Funkenflug. Holz verbrennt sehr schnell.
Lärche Mittel Mittel Teilweise viele Funkenspritzer.

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