Regenjacke in der Waschmaschine waschen

Regenjacke & Regenhose waschen: Anleitung

So reinigen Sie Ihre Regenbekleidung richtig!

Kurz-Anleitung | Warum waschen? | Detail-Anleitung | Trocknen | Waschen in der Natur

Eine gute Regenjacke z. B. aus Gore-Tex ist eine langfristige Investition. Damit Sie lange etwas von Ihrer Jacke oder Hose haben, sollten Sie diese regelmäßig waschen! Es ist ein Ammenmärchen, dass es schädlich für eine atmungsaktive Jacke ist, wenn Sie diese regelmäßig waschen. Ganz im Gegenteil: Mit regelmäßiger Pflege erhöhen Sie die Haltbarkeit Ihrer Regenbekleidung aus Gore-Tex und anderen Membranen enorm! Schützen Sie sich effektiv vor Wind und Wetter – informieren Sie sich jetzt, wie Sie Ihre Regenjacke richtig waschen!

Zusammengefasste Informationen finden Sie in der nachfolgenden Checkliste. Ausführliche Infos zu den einzelnen Punkten erhalten Sie weiter unten. Der Pflege Ihrer Regenjacke steht nichts mehr im Weg – geben Sie Schmutz keine Chance und waschen Sie Ihre Jacke noch heute!

Anleitung: Regenjacke waschen

  1. Taschen leeren, Reißverschlüsse schließen
  2. Funktionswaschmittel bzw. Feinwaschmittel verwenden (kein Pulverwaschmittel & kein Weichspüler)
  3. Hartnäckige Flecken mit Gallseife behandeln
  4. Schonwaschgang mit 30° bis 40° C verwenden
  5. Regenjacke nicht schleudern
  6. Kurz an der Luft, anschließend im Wäschetrockner trocknen
  7. Ggf. neu imprägnieren (s. Regenjacke imprägnieren: Tipps & Tricks)

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Warum soll man Regenjacken & Regenhosen waschen?

Ihre Regenbekleidung hält länger und bleibt wasserdicht & atmungsaktiv!

Atmungsaktive Regenjacken haben einen großen Vorteil: Sie transportieren unliebsamen Schweiß nach außen und halten uns trocken. Was passiert aber mit den ganzen Fetten und Mineralien, die unsere Haut mit dem Schweiß tagtäglich abgibt? Tragen wir unter der Jacke noch mehrere Kleidungsschichten, fangen diese einen großen Teil davon ab. Aber gerade im Frühjahr und Sommer wenn es warm ist, haben wir unter der Jacke häufig nur ein dünnes Oberteil an. Nacken und Arme liegen frei und haben direkten Kontakt mit der Regenjacke – schädliche Stoffe setzen sich direkt in der Membran Ihrer Regenbekleidung fest!

Schäden durch Fette & Mineralien

Regenjacke waschen in der WaschmaschineFür die modernen Stoffe unserer Jacken und Hosen ist die Mischung aus Fetten und Salzen pures Gift. Mit der Zeit verstopfen nicht nur die feinen Löcher der Membran bzw. Beschichtung, was sich in einer verminderten Atmungsaktivität zeigt – die wasserdichten Stoffschichten können sogar porös werden. Im schlimmsten Fall ist die Jacke nach relativ kurzer Zeit nicht mehr wasserdicht. Unser Schweiß zerfrisst das Material wie eine Säure. Außerdem lösen sich Kleber, mit denen z. B. die Nahtbänder auf die Nähte geklebt worden sind, damit kein Wasser durch diese dringt.

Je häufiger und intensiver Sie in Ihrer Regenjacke oder Regenhose schwitzen, desto größer ist auch die Gefahr, dass der Schweiß Ihre Kleidung mittelfristig zerstört. Selbst wenn Sie von außen keine Verschmutzung erkennen, können feinste Mineralien und Fette bereits aggressiv innerhalb Ihrer Jacke arbeiten. Kurz: Waschen Sie Ihre Regenjacke nicht, ist diese über kurz oder lang nicht mehr wasserdicht!

Wie oft soll man seine Regenjacke waschen?

Damit Sie trotzdem lange etwas von Ihrer lieb gewonnen Regenbekleidung haben, sollten Sie diese regelmäßig waschen. Im Winter benötigt Ihre Regenjacke etwas weniger Pflege. Die vielen Stofflagen, die Sie unter der Jacke als Isolation tragen, fangen einen Großteil des Schweißes auf. Lediglich der Wasserdampf des Schweißes wird noch an Ihre Jacke abgegeben und von dieser nach außen transportiert. Im Sommer hingegen, wenn wir nur wenig Kleidung unter der Jacke tragen und zusätzlich mehr schwitzen, sollten Sie Ihre Regenjacke häufig waschen. Somit können Sie einen wichtigen Beitrag für ein langes Leben Ihrer Regenjacke leisten. Gerade im Sinne der Nachhaltigkeit ist dies ein nicht zu unterschätzender Punkt. Je nach Nutzung empfiehlt es sich, die Jacke alle zwei bis acht Wochen zu Waschen.

Die Jacke sieht besser aus & riecht besser

Natürlich werden Sie Ihre Regenjacke auch waschen, um den trivialen Bedürfnissen der Hygiene nachzukommen. Diesen Punkt führen wir an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber auf.

Wie Sie sogar widerspenstige Verschmutzungen aus Ihrer Regenjacke entfernen, erfahren Sie in den folgenden Absätzen.

Regenjacke waschen: Wie geht das eigentlich?

Jacke oder Hose  in der Waschmaschine waschen

Bedienelement einer WaschmaschineSchließen Sie alle Reißverschlüsse, Taschen und Lüftungsschlitze Ihrer Regenjacke. Waschen Sie Ihre Jacke am besten mit weiteren atmungsaktiven Kleidungsstücken. Wir halten es für selbstverständlich, die Waschmaschine nicht nur für eine Jacke anzuwerfen. Nutzen Sie Funktionswaschmittel aus dem Fachhandel. Wie Sie dieses dosieren, entnehmen Sie der Waschanleitung des jeweiligen Mittels. Funktionswaschmittel geht schonend mit der Imprägnierung um und hinterlässt keine Rückstände in den feinen Mikroporen der Gore-Tex-Membran bzw. Beschichtung. Alternativ können Sie auch flüssiges Feinwaschmittel verwenden. Vermeiden Sie jedoch unbedingt Pulverwaschmittel und Weichspüler. Diese können Ihre Jacke beschädigen. Von aggressiver Bleiche bzw. separaten Fleckenentfernern sollten Sie ebenfalls Abstand nehmen.

Wählen Sie ein Waschprogramm, das Ihre Bekleidung schonend bei 30° bis 40° C wäscht – wir empfehlen im Zweifelsfall eher die niedrigere Temperatur. Außerdem sollten Sie Ihre Jacke, wenn überhaupt, nur kurz anschleudern. Wir empfehlen, die Jacke gar nicht zu schleudern. Ob Sie den Schonwaschgang oder sogar die Handwäsche wählen, hängt von Ihrer Waschmaschine ab. Lesen Sie sich bitte im Vorfeld zusätzlich die Waschanleitung Ihrer Jacke durch.

Widerspenstige Verschmutzungen entfernen

Durch die niedrigen Temperaturen werden hartnäckige Verschmutzungen auf Ihrer Regenjacke vielleicht nicht vollständig entfernt. Damit Ihre Jacke nach dem Waschen dennoch im neuen Glanz erstrahlt, können Sie die verschmutzten Stellen separat mit Gallseife behandeln. Prüfen Sie vorher aber unbedingt an einer nicht sichtbaren Stelle, ob sich die Farbe Ihrer Regenjacke mit Gallseife verträgt und die Reinigung nicht zu Verfärbungen führt.

Regenjacke oder Regenhose trocknen

Wir empfehlen, die Regenjacke oder -hose nach der Wäsche im Wäschetrockner zu trocknen. Um Energie zu sparen, sollten Sie die Jacke jedoch an der Luft antrocknen. Da Sie Ihre Regenbekleidung nicht geschleudert haben, befindet sich sehr viel Wasser in der Jacke, das auf Grund der Schwerkraft einfach abtropft. Wählen Sie das Programm “Schontrocknen”. Durch die gleichmäßige Hitze im Trockner wird die Imprägnierung Ihrer Jacke wiederhergestellt. Bitte beachten Sie hierzu unseren Artikel Regenjacke imprägnieren: Tipps & Tricks.

Alternativ können Sie Ihre Regenjacke auch ganz klassisch auf dem Wäscheständer bzw. auf der Leine trocknen. Da der Wäschetrockner jedoch die Imprägnierung der Regenbekleidung reaktivieren kann, empfehlen wir die maschinelle Trocknung.

Auf Outdoor-Tour & Reisen: Regenjacke waschen

Natürlich können Sie Ihre Jacke auch auf Reisen waschen. Wenn Sie sich in der Natur bewegen, genügt es, die Jacke lediglich durch klares Wasser zu ziehen. Ein Großteil der Mineralien und Fette werden so direkt aus den Poren heraus gewaschen. Die Umweltbelastung hält sich in Grenzen. Bei einem Bad im Fluss oder See werden die gleichen Stoffe an das Gewässer abgegeben. Pflanzen und Mikroorganismen verarbeiten diese Stoffe innerhalb kürzester Zeit und Sie hinterlassen keine bleibenden Einträge in die sensible Natur.

Nutzen Sie bitte keine Seife! Auch wenn auf der Seife steht, dass diese biologisch abbaubar ist, wird nie angegeben, wie lange der Abbau dauert. Rein theoretisch ist auch Atommüll biologisch abbaubar – es dauert halt nur seine Zeit. Sollten Sie dennoch Seife verwenden, so führen Sie diese nie direkt ins Oberflächengewässer ein. Kippen Sie Wasser, das Seife enthält, großflächig und vom Gewässer weit entfernt zwischen Bäume und Sträucher. Im Gegensatz zum Gewässer können Pflanzen relativ gut mit zusätzlichen chemischen Einträgen durch Seife umgehen und diese auch schnell verarbeiten. Als Faustregel gilt: Je kälter das Gewässer, desto sensibler reagiert es auf zusätzliche Einträge.

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