Ratgeber: Zeltplatz finden

Tipps & Tricks für den richtigen Zeltplatz in der Natur

Schlafen Sie erholsam! Ob Sie sich nach einer Nacht im Zelt aber frisch oder gerädert fühlen, hängt stark von der Wahl des Zeltplatzes ab. Lesen Sie jetzt in unserem Ratgeber, wie Sie auf Outdoor-Reisen den richtigen Zeltplatz finden!

Geländeform richtig einschätzen

Ausrüstung der Packliste Wandern im Onlineshop von Globetrotter kaufenIm besten Fall ist Ihr Zeltplatz eben. Schrägen bedeuten, dass man nachts rollt und rutscht. Wenn sich Schrägen dennoch nicht vermeiden lassen, achten Sie darauf, dass Ihre Füße tiefer liegen als Ihr Kopf – andernfalls strömt beim Schlafen zu viel Blut in den Kopf. Wichtig ist auch, dass das Gelände nicht nach links oder rechts abfällt und Sie die ganze Nacht durchs Zelt rollen. In den Bergen ist es nicht immer leicht, einen ebenen Zeltplatz zu finden. Das Suchen lohnt sich aber auf jeden Fall! Denken Sie daran, dass nur Ihre Schlafkammer eben stehen muss. Wenn es unter den Apsiden abschüssig ist, macht es überhaupt nichts.

Vermeiden Sie es unbedingt, in Senken zu übernachten. Sollte es regnen, wird sich hier das Wasser sammeln. Auf der anderen Seite kann es unangenehm sein, auf einem Hügel zu zelten, wenn es stürmt. Versuchen Sie, ein gesundes Mittelmaß für Ihren Zeltplatz zu finden.

Ein gelbes Geodätzelt steht unter dem Sternenhimmel und wird von innen beleuchtet.Unbedingt meiden sollten Sie leere Flussbecken. Niemand kann sagen, wann hier zuletzt Wasser geflossen ist und wieder fließen wird. Selbst bei trockenem Wetter kann es vorkommen, dass es etliche Kilometer entfernt regnet und Sie im Zelt von einer Springflut überrascht werden. Häufig sind Reisende dadurch bereits zu Tode gekommen!

Nähe zum Wasser: Top oder Flop?

Fluch und Segen gleichermaßen: Es macht in jedem Fall Sinn, eine Quelle für Süßwasser in der Nähe des Zeltes zu haben. So müssen Sie zum Kochen und Waschen nicht weit laufen, um frisches Wasser zu schöpfen.

Beachten Sie aber die regionalen Besonderheiten. Am Meer herrscht Ebbe und Flut – steht das Zelt hoch genug über der Flutlinie? Auch Flüsse können den Gezeiten ausgesetzt sein. Kleine Flüsse schwellen bei starken Regenfällen schnell zu Sturzbächen an und reißen alles mit, was sich Ihnen in den Weg stellt.

Im Norden fließen häufig Gletscher in die Gewässer oder Eisberge treiben durch die Fjorde. Ihr Zeltplatz sollte immer höher liegen als die Abbruchkante des Gletschers bzw. als die Spitze des Eisbergs. Sollte der Gletscher kalben, sind Sie so vor der Flutwelle geschützt, die sich bildet. Gleiches gilt, wenn sich ein Eisberg dreht. Hier herrscht Lebensgefahr!

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Untergrund für den Zeltplatz wählen

Zelten im Sommer

tunnelzelt-hilleberg-nammat-3-gtSand, Gras, Fels & Matsch – worauf wir schlafen, wird zumeist dadurch bestimmt, wo wir reisen. Doch auch hier gibt es Besonderheiten, die Sie beachten sollten. In jedem Fall sollten Sie Ihr Zelt sicher verankern können. In normalen Böden genügen Heringe. Ist das Gelände sehr felsig, kann das Zelt auch an Steinen befestigt werden. Suchen Sie den Untergrund vor dem Aufstellen des Zeltes auf spitze und scharfe Gegenstände ab, die Ihr Zelt beschädigen könnten.

Zelten im Winter

Das Zelten im Schnee stellt ein ganz besonderes Erlebnis dar! Damit Sie nachts aber nicht einfach versinken, sollten Sie Ihren Zeltplatz gut komprimieren. Treten Sie hierfür einfach mit Ski, Schneeschuhen oder Stiefeln eine Fläche aus, die so groß ist wie der benötigte Stellplatz. Stampfen Sie den Schnee richtig fest! Je lockerer der Schnee ist, desto sorgfältiger müssen Sie diesen komprimieren. Warten Sie anschließend 10-20 Minuten, damit sich der Schnee setzen kann. Die einzelnen Kristalle gehen eine stabile Verbindung ein und Sie haben eine feste Schlafunterlage. Jetzt müssen Sie nur noch aufpassen, mit Knie oder Ellbogen keine Löcher in den Zeltplatz zu drücken. Sollte dies dennoch der Fall sein, polstern Sie die Löcher am besten mit Bekleidung aus.

Gefahr von oben

Steinschlag, Äste & Lawinen

Insbesondere in den Bergen müssen Sie darauf achten, was über Ihrem Zelt passiert. Niemals sollte man in einem Gelände zelten, in dem Gefahr von Steinschlag und Lawinen besteht. In Wäldern sollten sie einen Zeltplatz unter alten bzw. morschen Bäumen meiden. Starker Wind kann Äste abbrechen oder direkt die ganzen Bäume aushebeln.

Jetzt Zelte finden!

Blitze

Zelten bei Gewitter stellt ein generelles Risiko dar. Wenn es sich dennoch nicht vermeiden lässt, denken Sie an die folgenden Tipps:

  • Nicht in der Nähe von großen Gewässern zelten, da sich Blitze auch horizontal ausbreiten können.
  • Nicht auf Hügeln oder Gipfeln zelten. Die Spitze des Zeltes darf nicht den höchsten Punkt in der Umgebung darstellen.
  • Kriechströme bewegen sich auch an Hängen. Achten Sie darauf, dass der Untergrund nicht zu feucht ist und schlecht leitet (z. B. Schotter oder Fels).
  • Zelten Sie nicht unter exponiert stehenden Bäumen. Diese sind beliebte Ziele von Blitzen und können durch den Einschlag stark beschädigt werden.

Zeltunterlage (Ground-Sheet)

Ausrüstung der Packliste Wandern im Onlineshop von Globetrotter kaufenUnabhängig vom Zeltplatz wird es Ihnen Ihr Zelt danken, wenn Sie eine Zeltunterlage bzw. ein Ground-Sheet verwenden. Auf feuchten Wiesen können Sie Ihr Zelt so vor Feuchtigkeit schützen. Sand und Fels haben keinen direkten Kontakt zu Ihrem Zeltboden: Das Material wird geschont und hält länger. Wichtig ist nur, dass Sie eine Unterlage wählen, die der Größe Ihres Zeltes entspricht. Ist diese zu klein, werden nicht alle Bereiche des Zeltbodens geschützt. Ist Ihr Ground-Sheet hingegen zu groß, haben Sie bei Regen ein Problem. Dann läuft der Regen nämlich vom Zelt auf die Unterlage. Dort sammelt sich das Wasser und fließt zwischen Zeltunterlage und Zeltboden: Ihr Zelt steht quasi im Wasser

Schauen Sie jetzt, ob es für Ihr Zelt ein passendes Ground-Sheet gibt!

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